Der Zeit Artikel “Der Spion im Telefon” wird einigen iPhone und auch iPod Touch Nutzer wohl zum Nachdenken bringen.
Ich finde das insbesondere die Verknüpfung mit vorhanden Facebook Account Daten eindeutig zu weit geht. So werden z.B. persönliche Daten ohne bewusstes Zutun des Nutzes übertragen:
- das Geschlecht des Nutzers, falls er seinen Facebook-Account mit dem iPhone verknüpft hat,
- sein Geburtsdatum, falls “Facebook Connect” läuft und
- auf diesem Wege auch das Geburtsjahr.
Das Datensammeln ist allerdings durch die iTunes EULA (nach zu lesen auf http://www.apple.com/legal/sla/) legitimiert:
Bloß erfolgt die Einwilligung auf seltsamem Wege: “Die Daten, die von Pinchmedia gesammelt werden, sind gedeckt durch die Endnutzer-Einverständniserklärung (EULA), der alle Nutzer beim iTunes Shop zustimmen, bevor eine Anwendung installiert werden kann.” Wer iTunes verwenden will, muss dieser Erklärung zustimmen. Damit hat er dann aber auch jedes Recht an seinen Daten verwirkt.
Als iPhone App Entwickler sollte man das jedoch nicht als Freifahrtsschein verstehen und seinen Anwendern respektive Kunden die Wahl geben ob sie Daten übertragen wollen.
Man hat sich in Zeiten von bequemen Online-Updates mit automatischer Benachrichtigung zwar daran gewöhnt, dass es Applikationen gibt, die bei jeder Benutzung nach Hause funken und gerne auch noch ein paar Nutzerdaten mitsenden. Aber man kann dies in der Regel, wie z.B. bei Adium abstellen:

Übrigens sind auch Palm Pre Nutzer von einer Nutzerdaten Sammelleidenschaft seitens Palm betroffen, siehe Golem Artikel: http://www.golem.de/0908/69033.html
